Gerade in der Herbst- und Coronazeit sollten Sie über ein schlagkräftiges Immunsystem verfügen. Kälte und Feuchte machen uns anfällig und offerieren Krankheitskeimen lukrative Infektionsmöglichkeiten.

Schützen Sie sich mit diesen 5 Tipps vor Infektionen und bringen Sie ihr Abwehrsystem auf Hochtouren.


1.Gesunde Ernährung

Im Winter sind vor allem Vitamine wichtig, deswegen kommt viel Obst und Gemüse auf den Teller. Empfohlen werden fünf Portionen pro Tag: drei mal Gemüse, zweimal Obst. Sellerie, Feldsalat und Grünkohl zum Beispiel enthalten viel Vitamin A. Das macht die körpereigenen Abwehrzellen effektiver und unterstützt die Bildung von Antikörpern.

Vitamin E hingegen fängt freie Radikale ab, die Zellwände angreifen und das Immunsystem hemmen. Pflanzliche Öle sind reich an Vitamin E, zum Beispiel Sonnenblumen- und Leinsamenöl. Nüsse haben ebenfalls viel Vitamin E – bei Mandeln und Haselnüssen reicht bereits eine Handvoll, um den Tagesbedarf zu decken.

Auch Vitamin C, der Klassiker, hilft dem Immunsystem. „Zwar beugt es Erkältungen nicht vor, wie oft irrtümlich angenommen. Allerdings kann es die Dauer und Schwere eines Infekts verringern, indem es Sauerstoffradikale abfängt und Zellschädigungen verhindert“, betont Röwe. Brokkoli, Paprika und Orangen sind wahre Vitamin C-Bomben. Forscher gehen zudem davon aus, dass auch Omega-3-Fettsäuren das Immunsystem stärken. Hauptquelle von Omega-3-Fettsäuren sind fettreiche Kaltwasserfische wie Lachs, Makrele, Hering und Thunfisch. Zwei Portionen Fisch pro Woche reichen laut DGE, um die benötigte Menge aufzunehmen.


2. Bewegung

Trotz Kälte, Dunkelheit und Schneematsch: wer Erkältungen vorbeugen will, sollte auch im Herbst und Winter regelmäßig Sport machen.

Regelmäßiger Sport regt die Produktion wichtiger Immunzellen und Botenstoffe an.

Die Zellzahl der weißen Blutkörperchen, insbesondere der schnellen Abwehrzellen (Fresszellen, Makrophagen, Granulozyten) erhöht sich nach körperlicher Belastung. Die Freisetzung von Abwehrstoffen (Zytokinen, Prostaglandinen) steigt an und auch andere, am Immunsystem beteiligte Systeme, wie Milz und Lymphknoten, werden besser durchblutet und damit in deren Leistung gesteigert.

Für den Körper bedeutet Sport „Stress“ – Stress. Allerdings im positiven Sinne! Die Lunge wird von einer hohen Luftmenge mit Fremdstoffen und Keimen durchströmt – alles Stoffe, die vom Körper abgebaut werden müssen. Die Organe leisten ein Vielfaches des Ruhewertes und die Haut wird besser durchblutet, wodurch die natürliche Barriere gestärkt wird, die durch eine vermehrte Schweißproduktion der Kühlung des Körpers dient.


3.Entspannung

„Jeden Tag 10 Minuten zu meditieren, senkt Infektionsrisiken um 25 Prozent.“ (Dr. Lutz Bannasch, Neuropsychologe)

Stress blockiert das Immunsystem. Die Ursache dafür ist das Zusammenspiel des Stresshormons Cortisol mit der Bildung von Abwehrzellen. Bei Akutstress, der nur wenige Minuten oder Stunden anhält, wird kurzfristig Cortisol ausgeschüttet. Bis hierhin ist alles gut: Denn dieser Vorgang aktiviert sogar kurzfristig die Bildung bestimmter Immunzellen. Wird der Stress aber chronisch, verkehrt sich das Zusammenspiel ins Gegenteil: Die Zahl der Immunzellen im Blut nimmt durch den andauernden Cortisolüberschuss immer weiter ab. Warum? Das überschüssige Cortisol bremst unsere Abwehr aus und unterdrückt die Aktivität der Killerzellen zur Vernichtung von Krankheitserregern – wir werden krank. Schlimmstenfalls wird unsere Abwehr so schwach, dass sie fast völlig ihre Arbeit einstellt – das nennen wir immunologischen Burn-out.

Neben der Entspannung spielt auch unsere Stimmung eine wichtige Rolle für unsere Abwehrkräfte. Studien zeigen, dass Fröhlichkeit, Optimismus – und sogar ein herzhaftes Lachen – die Produktion von Immunzellen anregen. Eine solche positive Lebenseinstellung ist manchen Menschen in die Wiege gelegt, aber wir können sie auch lernen. Tragen wir unbewusst negative Glaubenssätze mit uns herum, machen diese uns und unserer Abwehr das Leben unnötig schwer. Sich diese bewusst zu machen, ist dann der Schlüssel zur Gesundheit.


4. Ausreichend Schlaf

Die körperlichen Abwehrkräfte stehen im engen Zusammenhang mit der Dauer und Qualität des Schlafes. Jeder hat schon einmal erfahren, in welcher Weise das Schlafbedürfnis selbst bei einer einfachen Erkrankung wie einer Erkältung steigt. Beteiligt daran sind Botenstoffe, die bei Infektionen verstärkt freigesetzt werden. Dies sind unter anderem der sogenannte Tumornekrosefaktor und einige Interleukine.

Aktuelle Studien belegen, dass im Schlaf die Zahl der natürlichen Abwehrzellen steigt, was für die erfolgreiche Bekämpfung von Bakterien und Viren von großer Bedeutung ist. Alltägliche Redewendungen wie „Schlaf dich gesund” bringen zum Ausdruck, wie wichtig ein „Erholsamer Schlaf” für das Immunsystem ist.

Bei der Erforschung des Zusammenhangs von Schlaf und Immunsystem steht die Wissenschaft noch am Anfang. Fest steht allerdings, dass hormonelle Vorgänge im Schlaf hohen Einfluss auf immunologische Funktionen haben und die Bildung von Antikörpern verbessern.

 


4. Spezifische Nährstoffe

Es gibt einige typische Nährstoffe und Spurenelemente die bei der Immunantwort des Körpers eine wichtige Rolle einnehmen. Hier ist es wichtig über eine ausreichende Deckung des täglichen Bedarfs zu verfügen. Dies erlangt man am einfachsten über sorgsam ausgewählte Nahrungsergänzungsmittel oder aber durch den ausreichenden Verzehr typische Nahrungsmittel. Lassen Sie sich hierzu gern von uns beraten.

Die Orthomolekulare Medizin beschäftigt sich ausschließlich mit Konzentrationsverschiebungen körpereigener Nährstoffe und Spurenelemente über Nahrung und Nahrungsergänzung. Schauen Sie hierfür gern auf der Seite Orthomolekulare Medizin vorbei.

Hier eine Auswahl typischer „Winternährstoffe“:

  • Vitamin-C: Das klassische „Erkältungsvitamin“. Zu finden in Zitrusfrüchten und Kohl. Auf dieser Seite finden Sie die Auflistung der Vitamin-C reichsten Früchte der Erde aufgelistet.
  • Zink: Das Spurenelement Zink ist ein wichtiger Bestandteil der Abwehrkräfte und kommt sowohl in der zellulären als auch der humoralen Infektabwehr zum Einsatz. Besonders hilfreich ist Zink, wenn es um die Abwehr von Erkältungen geht. Aber auch, wenn der Erreger bereits in Ihren Organismus eingedrungen sein sollte, ist Zink unerlässlich. Es ist an der Bildung und Aktivierung von Abwehrzellen beteiligt und aktiv dafür verantwortlich, Krankheitserreger abzuwehren.  Schließlich verdrängt Zink die für die Erkältung verantwortlichen Rhinoviren vom sogenannten ICAM-Rezeptor der Nasenschleimhaut und hemmt die Vermehrung. Studien belegen eine um 15%ige Krankheitsverkürzung bei ausschließlicher Zinkeinnahme.
  • Vitamin D: Vitamin D stellt eine Besonderheit in der Familie der Vitamine dar. Es wird nämlich größtenteils unter Einwirkung von Sonnenlicht in der Haut hergestellt. Daher sinken die Vitamin D-Spiegel vor allem in der dunklen Jahreszeit leicht ab. Vitamin D trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei, indem es zum Beispiel die Fresszellen des unspezifischen Abwehrsystems und die T-Lymphozyten des spezifischen Abwehrsystems unterstützt. Zudem kann es offenbar auch das Ausmaß an entzündlichen Prozessen mindern.
  • Vitamin-A: Dieses fettlösliche Vitamin dient zur Aufrechterhaltung unserer äußeren Barrieren (Schleimhäute und Haut) gegen Eindringlinge. Zudem unterstützt es sowohl die unspezifische als auch die spezifische Immunabwehr. Vitamin A kommt in seiner Vorstufe (Beta-Carotin, auch Pro-Vitamin A genannt) in gelben, orangenen und roten Obst- und Gemüsesorten vor. Auch in der Leber von Seefischen oder von Wirbeltieren ist ein hoher Vitamin-A-Anteil zu finden.
  • Vitamin-E: Vitamin E fungiert auch als Radikalfänger – es kann die zellschädigenden freien Radikale abfangen, die unter anderem bei der Immunabwehr (aber auch bei vielen anderen Prozessen im Körper) entstehen. Gute Vitamin-E-Quellen sind beispielsweise Pflanzenöle (z.B. Weizenkeimöl oder Sonnenblumenöl).
  • Selen: Die Hauptfunktion von Selen ist die Unterstützung von antioxidativen Prozessen. Selen ist unter anderem in Nüssen (z.B. Paranüssen) und in bestimmten Fischarten (z.B. Hering, Rotbarsch) vorhanden.
  • Eisen: Eisen unterstützt die Fresszellen und ist es ebenfalls fester Bestandteil bei antioxidativen Prozessen. Eisen kommt vor allem in tierischen Innereien vor (Schweineleber, Leberwurst), aber auch in Weizenkleie, Pfifferlingen oder Zartbitterschokolade. Ganz besonders empfohlen sei die Chlorella- und Spirolina-Süßwasseralge, bekannt als Superfood und reich an Eisen und Zink.












5. Wechselduschen und Saunagänge

Eine Wechseldusche hat zahlreiche positive Wirkungen auf unseren Körper. Sie fördert die Durchblutung, ist morgens ein guter Wachmacher und beugt sogar Krampfadern vor. In der kalten Jahreszeit stärkt es unser Immunsystem und kann Erkältungen vorbeugen. Wechselduschen sind außerdem ein effektives Mittel gegen zahlreiche Beschwerden, denn sie helfen bei:

Die Wirkung beruht auf dem gleichen Prinzip wie bei Kneipp-Anwendungen. Durch die abwechselnden kalt-warm Reize verengen und weiten sich unsere Blutgefäße. Die Kapillargefäße werden trainiert und dein Kreislauf kommt in Schwung. Die Überwindung lohnt sich, denn nach einer Wechseldusche wirst du mit einem erfrischten und durchwärmten Gefühl belohnt.

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